Nach der Trennung gilt es zu unterscheiden zwischen akuten Trennungsreaktionen, Problemen um die Kontakte mit dem abwesenden Elternteil und langfristigen Folgen.
Die akuten Trennungsreaktionen sind je nach Alter des Kindes verschieden. Bei jüngeren Kindern können Schlafstörungen, aggressives und schwieriges Verhalten im Umgang und emotionale Labilität beobachtet werden. Oft fallen sie in kleinkindliche Muster zurück und haben Probleme mit der Sauberkeitserziehung. Schulkinder können auch mit Schulproblemen wie einem plötzlichen Leistungsabfall, Schulverweigerung oder Trennungsängsten auf die Scheidung der Eltern reagieren. Bei Jugendlichen kann ein depressiver Rückzug oder aggressives Verhalten beobachtet werden.
Der Kontakt zum abwesenden Elternteil zeigt sich häufig problematisch und ist für die Eltern und die Kinder unterschiedlich belastend. Bei kleineren Kindern kann es aufgrund von Trennungsängsten zu einer Verweigerung des Kontakts zum besuchsberechtigten Elternteil kommen. Bei älteren Kindern können die Beziehungsprobleme auch in einem Loyalitätsproblem zwischen den Eltern oder zwischen einem Elternteil und einem Stiefelternteil begründet sein. Oft empfinden Kinder auch Wut auf den Elternteil, den sie für schuldig halten. Einige Kinder entwickeln Schuldgefühle in der Meinung, die Ursache für das Auseinanderfallen der Familie zu sein.
Bei Kindern im Schulalter und Jugendlichen sind normalerweise die stärksten Reaktionen zu erwarten.
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